Der weltweit einzige Skilift von Herzog & de Meuron

Der Skilift Chäserrugg wird ab Winter 2026/27 zum weltweit einzigen Skilift von Herzog & de Meuron. Die Toggenburg Bergbahnen AG erneuern die 1981 gebaute Anlage auf 2'262 m ü. M. im ursprünglichen Stil und bringen die Liftinstallation auf den neusten Stand – eine Investition in den Skitourismus und ein klares Ja zum Winter.

Der Skilift Chäserrugg auf 2'262 m ü. M. wird ab Winter 2026/27 zum weltweit einzigen Skilift des Architekturbüros Herzog & de Meuron. Die Toggenburg Bergbahnen AG erneuern die 1981 gebaute Anlage im ursprünglichen Stil: Ein später hinzugefügter Beton- und Blechanbau an der Bergstation weicht zwei neuen Holzanbauten, das klassische Kommandohaus an der Talstation kehrt in seiner alten sechseckigen Form auf die Masten zurück – und die Liftinstallation wird technisch auf den neusten Stand gebracht.

Zahlen & Fakten

Baujahr1981
Länge 1'800 m
Höhendifferenz362 m
Höhe Talstation 1'895 m ü. M.
Höhe Bergstation 2'257 m ü. M.

Kommandohaus

An der Talstation des Skilifts Chäserrugg wird ein Stück ursprüngliche Identität erneuert. Das Kommandohaus, als sechseckiger Vollholzbau erhöht auf den Masten, wird auf seine charakteristische Konstruktion zurückgebracht und bildet dabei das kleinste je gebaute Gebäude von Herzog & de Meuron. Die erhöhte Position ist kein reines Gestaltungszitat. Sie macht sichtbar, wie eine Skiliftanlage historisch funktioniert hat. Gemeinsam mit der Liftanlage bildet das Kommandohaus ein prägnantes Ensemble: Die historische Typologie wird nicht museal konserviert, sondern von Herzog & de Meuron neu gebaut und wieder funktionaler Bestandteil des Betriebs.

 Bergstation

Die Bergstation des Skilifts wurde im Laufe der Jahre mehrfach verändert. Ein später hinzugefügter Beton- und Blechanbau überlagerte die ursprüngliche Klarheit und Symmetrie der Anlage. Mit der Erneuerung wird dieser Anbau entfernt. An seiner Stelle ergänzen zwei neue Holzanbauten von Herzog & de Meuron die bestehende Bergstation. Sie schaffen den notwendigen Lagerraum für den Betrieb und stellen gleichzeitig die Symmetrie der Station wieder her.

Aus betrieblicher Notwendigkeit wird architektonischer Mehrwert

Die neuen Baukörper sind keine nostalgische Rekonstruktion, sondern führen die bestehende Station mit zeitgemässen Mitteln weiter. Das Holz knüpft an die regionale Baukultur an und schafft einen selbstverständlichen Bezug zur Landschaft und zum nahe gelegenen Gipfelgebäude auf 2'262 m ü. M., das ebenfalls von Herzog & de Meuron stammt. Damit setzt sich am Skilift Chäserrugg fort, was im gesamten Chäserrugg Gebiet bereits bei sechs anderen Gebäuden sichtbar ist: Bergstation des Skilifts und Kommandohaus bilden zusammen mit dem Gipfelgebäude, der Stöfeli-Bahn, dem Espel Pavillon und dem Bahnhof Unterwasser ein durchgängiges architektonisches Konzept desselben Büros.

Kein Bauteil der Liftanlage ist dabei zu klein oder zu betrieblich, um mit derselben Sorgfalt gestaltet zu werden – Die aus der technischen Notwendigkeit entstandene Bergstation wird sorgsam in die Gesamtarchitektur und in die Landschaft integriert.